Dadan
Dadan war die Hauptstadt erst des dadanitischen, dann des lihyanitischen Königreichs; ihre Ruinen liegen an der heute al-Khuraybah genannten Stätte in AlUla. Die Lihyaniter beherrschten bis ins zweite Jahrhundert v. Chr. einen Großteil Nordwestarabiens, und die Stadt war ein Knotenpunkt an der Weihrauchstraße.
Ihre bekanntesten Gräber sind in die roten Felswände gehauen, manche fast 50 m über dem Boden. Die Löwengräber verdanken ihren Namen den in den Fels gemeißelten sitzenden Löwen und gehörten vermutlich der dadanitischen Elite. In der Nähe liegt Mahlab al-Naqa, ein kreisrundes, in den Fels geschlagenes Becken, zu dem gehauene Stufen hinaufführen; Keramik und Steinreliefs zeigen Einflüsse aus Ägypten und Mesopotamien.
Jabal Ikmah
Jabal Ikmah an der Straße von AlUla nach Hail gilt als AlUlas Bibliothek unter freiem Himmel. Seine Felswände tragen Hunderte Inschriften aus dadanitischer und lihyanitischer Zeit, datiert in die zweite Hälfte des ersten Jahrtausends v. Chr.; sie dokumentieren Sprache, Dialekt und literarische Praxis, dazu Darstellungen des Alltags, von Musikinstrumenten und Tieren.
Am 24. Mai 2023 wurde die Aufnahme von Jabal Ikmah in das UNESCO-Weltdokumentenerbe („Memory of the World“) bekanntgegeben. Beide Stätten besucht man gemeinsam auf einer zweistündigen Führung, denn auf eigene Faust darf man nicht hinfahren; Besucher bleiben auf den markierten Wegen und nehmen nichts mit außer Fotos.