Ein Hafen für Al-Ahsa und den Nadschd
Al-Uqair im Gouvernement Al-Ahsa war der erste Seehafen an der Küste des Königreichs am Arabischen Golf und der Haupthafen der aufeinanderfolgenden Kulturen von Al-Ahsa. Gehandelt wurde hier schon in der Steinzeit.
Seit Beginn des saudischen Staates diente er dem Nadschd als Tor zum Meer. Diese Rolle behielt er bis 1945, als die Ölfunde in Buqayq und Dhahran die Handelswege neu ordneten; ab 1957, nach dem Bau des Hafens von Dammam und der Eisenbahn, verlor er an Bedeutung.
Verträge am Ufer
Am 26. Dezember 1915 schloss König Abdulaziz hier mit Percy Cox als Vertreter der britischen Regierung den Vertrag von al-Uqair. 1922 mündeten Verhandlungen mit britischen Delegationen über die Grenzen des Nadschd in das Protokoll von al-Uqair.
Die Hafengebäude stehen noch: das im Nationalen Antikenregister eingetragene Zollhaus, das Passamt, der kleine Kai namens Farda, der Khan, in dem Reisende rasteten, das Emiratsgebäude und der Palast, eine Moschee, eine Quelle und der Turm Abu Zahmol. Khan, Emiratsgebäude und Palast wurden 1997 restauriert.