Eine alte Stadt des Nordens
Taima liegt südöstlich der Stadt Tabuk zwischen den Dünen der Nefud, in der Region Tabuk. Die ältesten Denkmäler reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, rund 12.000 Jahre, und durch die Bronze- und Eisenzeit wuchs Taima zu einer der wichtigen Städte Nordarabiens heran.
Inschriften aus dem 8. und 6. Jahrhundert v. Chr. berichten, dass ein babylonischer König Taima zur Hauptstadt seines Reiches machte. Erhalten sind hier Schriftzeugnisse in Keilschrift, Thamudisch, Aramäisch, Nabatäisch und islamischem Arabisch. Eine aramäische Stele wurde 1884 nach Frankreich gebracht und steht heute als Stein von Taima im Louvre.
Mauern, Paläste und ein Brunnen
Die im 6. Jahrhundert v. Chr. begonnene Stadtmauer verläuft über rund 10 km und ist zwischen 2 und 10 m hoch. Die Mauern des Qasr al-Radhm aus dem ersten Jahrtausend v. Chr. stehen noch, während Qasr al-Bajidi, quadratisch mit runden Ecktürmen, der erste in Taima gefundene islamische Palast ist und aus der Abbasidenzeit stammt.
Im Zentrum liegt der Haddaj-Brunnen, lange ein wichtiger Halt für Pilger auf der alten Hadsch-Route, daneben der 1917 begonnene Qasr al-Emara. Palmen prägen bis heute die Felder, dazu Weinreben, Granatäpfel, Feigen und Oliven, und die Funde sind im Museum von Taima zu sehen.