Orte · Ḥimā

Ḥimā, eine in Stein geschriebene Bibliothek

Mehr als 100.000 Felsritzungen und Brunnen, die noch immer Wasser spenden, an einer der ältesten Karawanenrouten Arabiens.

Eine Zollstation an der Karawanenstraße

Ḥimā liegt im trockenen, gebirgigen Südwesten des Königreichs an einer der antiken Karawanenrouten der Arabischen Halbinsel. Hier befindet sich die älteste bekannte Zollstation an einer bedeutenden Karawanenroute durch die Wüste.

Die Brunnen von Bi'r Ḥimā sind mindestens 3.000 Jahre alt und liefern noch immer Süßwasser.

Siebentausend Jahre Felsritzungen

Die UNESCO nennt die Stätte eine historische „Bibliothek in Stein“ ohnegleichen. Ihre sechs Teilbereiche bergen möglicherweise mehr als 100.000 Petroglyphen, die meisten davon in makellosem Zustand; sie umspannen mindestens 7.000 Jahre und reichen bis in die jüngsten Jahrzehnte.

Reisende hinterließen nicht nur Bilder, sondern auch Worte: Inschriften in Musnad, Südarabisch, Thamudisch, Griechisch und Arabisch. Ringsum liegen Steinhügel, Steinbauten, Gräber und antike Brunnen, bislang unausgegraben. Die UNESCO nahm Ḥimā 2021 in die Welterbeliste auf.

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