Orte · Hail

Felskunst von Hail, zehntausend Jahre auf Stein

In Jubbah und Shuwaymis erzählen in den Fels geritzte Menschen und Tiere von einem Land, das sich von Seen zu Sand wandelte.

Zwei Stätten in der Wüste

Die Welterbestätte besteht aus zwei Teilen. Der Jabal Umm Sinman bei Jubbah liegt etwa 90 km nordwestlich der Stadt Hail. Jabal al-Manjor und Raat bei Shuwaymis liegen rund 250 km südlich davon.

Einst lag am Fuß der Umm-Sinman-Hügel ein Süßwassersee, der Menschen und Tiere im südlichen Teil der Großen Nefud mit Wasser versorgte. Inzwischen ist er verschwunden. Bei Shuwaymis säumen die Ritzungen ein Wadi, das einst Wasser führte und heute von Sand bedeckt ist.

Was die Ritzungen zeigen

Menschen- und Tierfiguren wurden mit einfachen Steinwerkzeugen und in verschiedenen Techniken in den Fels gepickt. Die Bildwelt von Shuwaymis umfasst rund 10.000 Jahre Geschichte.

Die UNESCO sieht darin ein Zeugnis dafür, wie Menschen auf einen Klimawandel reagierten, als die Region ab dem mittleren Holozän austrocknete, und die Spur einer seither verschwundenen Gesellschaft. Die Stätten wurden 2015 eingetragen.

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