Orte · Königliches Schutzgebiet

Königliches Schutzgebiet Prinz Mohammed bin Salman, von Lavafeldern bis in die Tiefen des Roten Meeres

Rund ein Prozent der Landfläche des Königreichs, mehr als die Hälfte seiner Landarten und ein Plan, 23 davon zurückzubringen.

Zwischen NEOM, dem Roten Meer und AlUla

Das Schutzgebiet füllt das Land zwischen NEOM, der Destination Rotes Meer und AlUla und wird von al-Wajh aus verwaltet. Nach eigenen Angaben umfasst es 24.500 km² Land- und Meeresfläche, rund 1 % der Landfläche und 1,8 % der Meeresfläche des Königreichs. Von Lavaebenen im Osten reicht es bis zur Küste des Roten Meeres und in das tiefe Wasser dahinter und durchquert dabei 15 verschiedene Ökosysteme.

Geologen schätzen es wegen seiner mehr als 542 Millionen Jahre alten Gesteine des Arabischen Schildes wie des Arabischen Schelfs. In seinem Nordwesten liegt das Wadi al-Disah mit hohen Felssäulen, Klippen, Süßwasserquellen, Palmenhainen und nabatäischen Grabfassaden; als bioklimatisches Refugium Westarabiens steht es auf der Tentativliste der UNESCO.

Eine Bestandsaufnahme des Lebens

Erhebungen seit 2021, unter anderem mit der KAUST als Partner, haben 791 Landarten erfasst: 461 Pflanzen, 240 Vögel, 39 Reptilien, 18 Fledermäuse sowie 31 Nagetiere und große Säugetiere – mehr als die Hälfte der Landarten des Königreichs. Im Dezember 2024 gab das Schutzgebiet fünf für die Wissenschaft neue Arten bekannt, darunter die Hedschas-Schwarzhalsnatter, eine kleine, ungiftige, leuchtend rote Schlange. 2024 wurden zudem in den Sandsteinbergen seines Abschnitts Jabal Qaraqir drei Brutkolonien des Gänsegeiers entdeckt.

Arabien wird wieder wild

Das Schutzgebiet will 23 einst hier heimische Arten wieder ansiedeln, darunter den Arabischen Leoparden, den Geparden, die Arabische Oryx und den Ohrengeier. Im November 2024 wilderte das Nationale Zentrum für Wildtiere hier 80 Tiere aus, darunter 40 Rhim-Gazellen, 20 Arabische Oryx, acht Nubische Steinböcke und sechs Berggazellen. 2021 stellte das Schutzgebiet die erste weibliche Rangertruppe des Nahen Ostens auf; heute sind 36 % seiner Ranger Frauen.

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