Markt und Bühne
Souq Okaz, eine archäologische Stätte im Gouvernement Taif, entstand im Jahr 501, rund ein Jahrhundert vor dem Aufkommen des Islam. Jedes Jahr fand er vom ersten bis zum zwanzigsten Dhu al-Qa'da statt; danach zogen die Händler weiter zu den Märkten von Majanna und Dhu al-Majaz und schließlich zum Hadsch.
Die Waren kamen aus ganz Arabien und von weiter her: bestickte Umhänge und Leder aus dem Jemen, Waffen aus der Levante, Duftstoffe und Seide aus Persien, Rosinen und Trauben aus Taif. Sein Name leitet sich von mu'akaza ab, dem Wettstreit in prahlerischen Versen, und die führenden Dichter hängten ihre Gedichte in Okaz aus, um ihre Sprachkunst zu beweisen.
Niedergang und Wiederbelebung
Die Haruriyya-Charidschiten, die 747 Mekka einnahmen, beschädigten und plünderten die Stätte; dennoch blieb sie bis ins zwölfte Jahrhundert eine Station für Handel und Pilgerfahrt.
2007, unter König Abdullah bin Abdulaziz, wurde der Markt nach fast 1.300 Jahren wiederbelebt, und am 1. Oktober 2017 wurde die Stadt Souq Okaz eingeweiht.